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ist wohl der bekannteste Gospelchor der mittleren und nördlichen Oberpfalz.
2011 feierte er sein 10-jähriges Bestehen.
2008 erreichte er unter ca. 1000 Bewerbern das Finale beim "
Grand Prix der Chöre" im ZDF, wo er einziger Vertreter Bayerns war. In der Endrunde landete er bei der Jury auf dem 4., bei den Fernsehzuschauern auf dem 6. Platz.
"Hope and Joy" war zweimal beim großen Gospel-Festival in Regensburg dabei (vor 1000 Zuhörern), sowie mehrmals bei "GoGospel"-Festivals in Chemnitz, Fellbach b. Stuttgart und Fürth.
Mit am eindrucksvollsten waren Konzerte vor Inhaftierten in den Justizvollzugsanstalten Weiden und Straubing.
Der Chor tritt in der ganzen Oberpfalz auf bei Konzerten (auch bei Benefizkonzerten für soziale Anliegen), Gottesdiensten, Weihnachtsmärkten u.a.
Seinen vorläufig letzten großen Auftritt hatte er am 12. Dezember 2014 im total ausverkauften Carl-Orff-Saal des Münchener Gasteigs, vor einem Publikum, das von Anfang an mitmachte, mit tanzte und vor Begeisterung tobte.

Seine Qualität verdankt der Chor vor allem seiner Chorleiterin und Solistin Remona Fink (www.ramona-fink.de) der "Gospel-Mama der Oberpfalz“, die als Enkelin eines Preachers aus Arkansas mit Gospelmusik aufwuchs und von Kindheit an ihrem Vorbild Mahalia Jackson nacheiferte.
Hope & Joy besticht nicht durch besonders kunstvolle und ausgefallene Arrangements, versteht es aber zu begeistern, mitzureißen, zum Mitmachen zu bewegen - weil die Sänger/innen selber von dem begeistert sind, was sie singen.

Die Chor-Proben finden normalerweise jeden Montag von 20.00 bis ca. 22.00 Uhr im Gemeinde-Sitzungssaal unter dem Hallenbad in Weiherhammer statt, außer am letzten Montag im Monat.

- Weitere Infos unter dem Menüpunkt "Chronik"

- Hope and Joy auf
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- "Hope and Joy" auf MySpace


Hier ein Bericht von Julia Reiter:

"Hope and Joy" - der Name ist Programm
Gospelchor liebt die Liebe zur Musik


Schwingende, glänzende dunkelblaue Roben. Körper, die sich im Takt der Musik von Seite zu Seite wiegen. Kräftige Stimmen, die voll Leidenschaft Klassiker wie „Oh happy day“ oder „I will follow him“ gen Himmel tragen. Musikalische Darbietungen, die den Zuschauern ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, sie von den Sitzen reißen. Der Oberpfälzer Gospelchor „Hope andJoy“ weiß zu begeistern.

Aber nicht nur die Zuhörer werden von den Songs mitgerissen. Die Freude an der Musik, am Gospel, ist jedem einzelnen Chormitglied am Gesicht abzulesen. Diese Freude ist es auch, die die Sänger und Sängerinnen aus der Umgebung von Weiherhammer zusammengeführt hat.

Die verschiedensten Persönlichkeiten hat „Hope and Joy“ vereint. Die einen laut und extrovertiert, wieder andere eher ruhig und zurückhaltend. Von der Lehrerin bis zum Rentner ist alles dabei.

Für viele der ca. 40 Gospelsänger dient der Gesang als Ausgleich zum Alltag. „Man kann gut den Frust rauslassen“, sagt Agnes Schlosser. Die Musik diene zur Entspannung und helfe dabei die Lebensgeister wieder zu wecken, so ihre Chorkollegin Tina Braun. In den Proben wird bereits deutlich warum. Die Songs werden mit viel Ehrgeiz und Liebe zum Detail so lange geprobt bis die beiden Chorleiter Max Braun und Remona Fink zufrieden sind. Aus einer Probe von geplanten zwei Stunden, werden so schon mal knapp vier Stunden. Von Langeweile ist aber bei keinem der Sänger eine Spur. Im Halbkreis stehend proben sie die Songs bereitwillig bis auch der letzte Makel beseitigt ist. Je nach Art des Musikstückes wird es mal lauter, sodass die Musik im ganzen Raum wiederklingt, und mal leiser, gefühlvoller. Leidenschaftlich ist es aber allemal. Die passende Choreographie wird auch gleich einstudiert. Während sich die Gospelsänger bei dem einen Musikstück ruhig, fast schon meditativ von Seite zu Seite wiegen, wird bei dem nächsten laut in die Hände geklatscht. Bereits hier, in dem niedrigen, mit dunklem Holz verkleideten Raum unter der Schwimmhalle in Weiherhammer, stecken die Männer und Frauen ihr ganzes Herzblut in die Musik, singen mit geschlossenen Augen oder mit einem Lächeln im Gesicht.

Ins Leben gerufen wurde „Hope and Joy“ im Jahr 2001 von Max Braun, Inhaber der Musikschule „Musicbasics“ in Weiherhammer, und Curtis Fink. 2003 übernahm die jetzige Chorleiterin Remona Fink den Chor von ihrem Bruder. Eigentlich habe sie nur für kurze Zeit aushelfen wollen, sei aber einfach nicht mehr losgekommen. Als Beweggrund für die Gründung nennt Braun, musikalischer Leiter des Chors, den Wunsch nach mehr Öffentlichkeitsarbeit. Die Rhythmik der Musik habe sie schließlich zum Gospel geführt. „Wir wollten einen Chor, bei dem jeder mitmachen kann“, erklärt der 40-Jährige. Abgelehnt wird bei „Hope and Joy“ bis heute niemand. Spaß und Lockerheit stehen hier an erster Stelle. Um den notwendigen Ernst jedoch nicht zu kurz kommen zu lassen, findet einmal jährlich ein interner Workshop statt. Zu dieser Gelegenheit wird drei Tage lang intensiv an Rhythmik, Harmonie und Gesang gearbeitet. Auch in den Chorproben achten Max Braun und Remona Fink auf die richtige Intonierung der Musikstücke. Insgesamt 84 Songs, darunter Gospelklassiker wie „Rain down“ und „We lift your names up high“, aber auch Popstücke wie „Will you be there“, zählen zum Repertoire der Gruppe. Rund 20 Lieder werden jeweils aktuell geprobt und bei Konzerten dargeboten.

Diese finden nicht nur in Kirchen statt. Auch Auftritte auf Christkindlmärkten, großen Gospelfestivals, wie dem GoGospel-Festival in Chemnitz und Benefizkonzerte gehören zum Programm. Eine interessante Erfahrung stellten für die 45 Oberpfälzer Gospelmusiker die Auftritte in den Justizvollzugsanstalten Weiden und Straubing dar. Nach anfänglicher Zurückhaltung hätten sich aber auch die Gefangenen gut auf die Musik eingelassen. Die Insassen der JVA Weiden hätten sich besonders über den Auftritt gefreut. „Für viele ist unser Auftritt der einzige Lichtblick“, sagt Max Braun. In Straubing seien die Gefangenen aufgrund der schärferen Sicherheitsbedingungen eingeschränkter und dadurch zurückhaltender gewesen.

Als besonderes Highlight in der mittlerweile elfjährigen Geschichte des Chors nennt Remona Fink den Auftritt beim „Grand Prix der Chöre“ im ZDF. „Es war faszinierend und anstrengend zugleich“, beschreibt sie die Erfahrung, „einfach eine ganz andere Welt.“

Fink, die vor kurzem ihr 25-Jähriges Bühnenjubiläum feierte, ist das Aushängeschild von“Hope and Joy“. Die Kinderpflegerin mit amerikanischen Wurzeln war schon in mehreren Bands aktiv, unter anderem in der Soul-und Funktruppe „Grand Slam“ oder der „Ramona Fink Gospel Group“. Was „Hope and Joy“ für sie aber zu etwas besonderem mache, sei das gute Klima untereinander. „Wir sind ein lustiger Haufen. Wir feiern und lachen alle gern, trotzdem sind alle sehr engagiert.“ Außerdem sei der Name Programm. Hoffnung und Freude. Dies wolle sie nicht nur den zahlreichen Besuchern der Auftritte vermitteln, sondern das ist es auch, was sie persönlich aus der Musik und der Gemeinschaft zieht.

„Wir verstehen es die Leute mitzureißen“, erklärt Josef Bayer, einer der nur fünf Männer im Chor, die Publikumswirkung von „Hope and Joy“, „bei uns springt einfach der Funke über.“ Für ihn mache das auch den Unterschied zu anderen, teilweise mit professionellen Sängern besetzten, deutschen Gospelchören aus.

Für die Zukunft wünschen sich die Sänger und Sängerinnen, weiterhin mit ihrer Musik die Zuhörer berühren und Freude verbreiten zu können. „Mehr Zeit“, erhofft sich besonders Max Braun. Denn aufgrund zahlreicher anderer Verpflichtungen sei die Zeit für den Gospelchor nur sehr gering. Dies sei auch der Grund, weshalb der nächste offizielle Auftritt, neben privaten Engagements auf Hochzeiten, erst für Anfang Oktober angesetzt ist.